Leinenpflicht – An diesen Orten bekommst du Ärger

Petfindu
Autor: Petfindu

Ein langer Spaziergang über Wald und Wiesen, dein Hund tollt als treuer Begleiter immer hinterher – natürlich ohne Leine. So sieht das Wunschbild der meisten Hundehalter aus.

Aber worauf solltest du achten? Was gibt es für Regeln und wo gelten sie?

In vielen Bundesländern Deutschlands gibt es die ungeliebte Leinenpflicht. Viele Hundebesitzer kennen die regional unterschiedlichen Regelungen aber nicht und so kann, vor allem im Urlaub, oder wenn du entfernte Verwandte besuchst, schnell ein Bußgeld von bis zu 100€ fällig werden.

Damit du nicht in diese Falle tappst, haben wir für dich eine Karte mit den unterschiedlichen Regellungen erstellt:

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Sonderregelungen:

  • In Bremen dürfen Hunde nur außerhalb der Brutzeit (15.03. bis 15.07) und auf Waldwegen freilaufen, in Nordrheinwestfalen ganzjährig nur auf Waldwegen und in Berlin nur in ausgeschilderten Gebieten.
  • Manche Städte haben Regelungen, die von der Länderregelung abweichen. Solltest du dich im städtischen Raum aufhalten, informiere dich vorab!
  • Sogenannte “Listenhunde” musst du immer mit Maulkorb an der Leine führen.

Nachdem du dich erkundigt hast, wo du die Leine abnehmen darfst, steht natürlich noch eine andere Frage im Raum: ist dein Hund auch bereit für ein Ableinen? Wird er zu dir zurückkommen, wenn du ihn rufst? Oder ist er auf und davon, wenn er die Fährte eines Hasen oder Wild wittert? Wie reagiert er auf andere Hunde, Menschen, oder Fahrradfahrer? Denn abgesehen davon, dass du nicht sicher sein kannst, ob er zurückfindet, gibt es auch noch eine andere Gefahrenquelle.

5 einfache Tipps: Damit du dir ganz sicher sein kannst, dass der Spaß ohne Leine nicht zur ernsthaften Gefahr wird, haben wir hier ein paar Tipps für dich.

  1. Bevor du draußen die Leine abnimmst, übe mit deinem Liebling die Grundbefehle – besser zu viel als zu wenig!
  2. Gib deinem Hund in fremder Umgebung an der Leine erst etwas Zeit, damit er sich an diese gewöhnen kann.
  3. Nehmt Rücksicht auf deine Umgebung! Menschen und Hunde reagieren vielleicht anders, als du es erwartest – egal wie gut dein Hund hört. Unser Tipp: Leine deinen Hund an, sobald andere in Sichtkontakt sind.
  4. Verbinde Positives mit dem Anleinen (z.B. ein Leckerli, oder eine Streicheleinheit), damit dein Hund immer wieder gerne zu dir zurückkommt.
  5. Halte dich an die Leinenpflicht in deinem Bundesland, oder deiner Stadt. So weh es tut, aber das ist die Grundlage zum Vermeiden von behördlichen Strafen.

ACHTUNG – unter bestimmten Umständen dürfen freilaufende/wildernde Hunde vom Jäger erschossen werden!

Informiere dich also über die örtlichen Bestimmungen der Försterei und achte darauf, dass dein Hund nicht für ein herrenloses Tier gehalten wird – auch nicht aus größerer Entfernung!

Du musst auch ehrlich zu dir selbst sein. Hört dein Hund wirklich, oder nur in 4 von 5 Fällen? Du hilfst vor allem nicht deinem Hund, wenn er aus lauter Übermut, oder Angst mal entwischt. Und falls es trotz aller Vorsicht doch mal passiert, dass er entläuft? Für diesen Fall ist es sehr wichtig, dass er gechippt und mit einer Adressmarke ausgestattet ist.

Das dein Hund eine Hundemarke trägt ist natürlich nur möglich, wenn er ein Halsband trägt. So genannte Moxon- bzw. Retrieverleinen sind gerade stark im Trend. Das Halsband ist dort direkt als Schlaufe an der Leine integriert. Diese haben den Vor- bzw. Nachteil, dass dein Hund ohne Halsband laufen kann – dadurch aber den Schutz der Adressmarke verliert.

Fazit:

Achte auf die örtlichen Bestimmungen, die Ausstattung von deinem Hund, ob er wirklich gehorsam ist und auch auf deine Mitmenschen – dann ist die Wahrscheinlichkeit, dass dir und deinem Liebling etwas Unangenehmes, oder Gefährliches passiert deutlich geringer.

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