Tipps zur Vorsorge: So lebt dein Liebling lang und gesund

Tipps zur Vorsorge Hund
Selina Busse
Autor: Selina Busse

Was bedeutet dein Hund für dich? Alle unsere Hunde haben verschiedene Bedeutungen für uns – sie sind Familienmitglieder, allerbeste Freunde und Seelenverwandte. Sie trösten uns, sie motivieren uns und stehen uns immer zur Seite. Aber was können wir ihnen zurückgeben? Wir können ihr Leben angenehm gestalten, für ihre Gesundheit sorgen und so den Grundstein für ein langes Hundeleben legen.

Sechs Tipps für ein langes Hundeleben:

Gesunde Ernährung

Damit die Gesundheit deines Hundes sein Leben lang intakt ist, ist eine ausgewogene Ernährung unverzichtbar. Sie sorgt für ein starkes Immunsystem und einen gesunden Stoffwechsel. So kann dein Liebling vom Welpenalter an, vor Erkrankungen, wie Allergien, Diabetes oder Übergewicht geschützt werden.

Um die richtige Wahl des Hundefutters zu treffen, sollte jeder Hundebesitzer Kenntnisse der Anatomie und der Verdauung seines Hundes besitzen. Dann kann der Plan für eine bedarfsgerechte Ernährung aufgestellt werden. Dabei gilt in erster Linie, dass der Hauptbestandteil jedes Futters Fleisch sein sollte. Dieser Ernährungsgrundsatz orientiert sich am natürlichen Vorfahren des Hundes; dem Wolf. Natürlich hat auch der Wolf nicht ausschließlich von Fleisch gelebt – er wird als Carni-Omnivorher d.h. Fleisch- und Allesfresser bezeichnet – daher ist es absolut in Ordnung bzw. sogar gesundheitsfördernd das Futter mit pflanzlichen Bestandteilen wie Kräutern, Gräsern, Gemüse und Obst zu ergänzen. Getreide hingegen darf nur in geringen Maßen im Futter vorkommen, das ist bei maschinell hergestellten Futtersorten meistens leider das Gegenteil und auch das Fleisch hat nicht die Qualität, die für deinen Hund unbedenklich ist. Zudem wird ein hoher Anteil an Zucker hinzu gegeben, um das Futter verlockender zu machen. Für deinen Liebling führt das allerdings zu schweren Stoffwechselerkrankungen, wie Diabetes Mellitus. Hinzu kommen Übergewicht und Futtermittelallergien.

Aus diesen Gründen wäre es das Beste für deinen Hund, wenn du seine Mahlzeiten kontrollieren und selbst zusammen stellen würdest. Viele Hundebesitzer vertrauen auf die bekannte Fütterungsmethode BARF (Biologisches Artgerechtes Rohes Futter). Die Methode beruht darauf, dem Hund eine Kombination aus rohem Fleisch und Knochen für die Energie- und Calciumzufuhr, sowie Gemüse, Kräutern und Obst für die Vitaminzufuhr, zu füttern. Allerdings musst du ausreichend über den Tagesbedarf deines Hundes aufgeklärt sein, da sonst Mangelerscheinungen auftreten können, sowie viel Wert auf gute Fleischqualität legen, da in rohem Fleisch häufig Bakterien vorkommen.

Ausreichend Bewegung
Jeder Hund hat einen Bewegungsdrang; auch wenn er bei manchen etwas mehr und bei anderen etwas weniger stark ausgeprägt ist. Bewegung an der Luft ist aber für die Gesundheit jedes Hundes wichtig, denn dadurch wird das Immunsystem gestärkt. Natürlich muss der Hundehalter wissen wieviel Auslauf seinem Vierbeiner gut tut; dem sollte er sich vor allem auch vor der Anschaffung des Hundes bewusst sein! Abwechslungsreiche Fortbewegungsmöglichkeiten, wie zum Beispiel Rad fahren, machen Spaziergänge zusätzlich interessanter für deinen Liebling. Aber die Hundewiese im Park nebenan ist natürlich auch nicht zu verachten, dort hat dein Hund zusätzlich die Möglichkeit mit Artgenossen zu spielen und seine sozialen Fähigkeiten zu verbessern. Du kannst genauso ein Spielgefährte sein, wie andere Hunde. Es gibt unzählige Varianten des Spiels draußen, dazu zählt auch Hundesport. Genauso wichtig ist es, dass du auch zu Hause mit deinem Vierbeiner spielst, achte auf eine Abwechslung zwischen Bewegungs- und Denkspielen.

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Richtige Zahnpflege

Du meinst Hunde können keine Zahnprobleme haben? – Falsch gedacht! Zahnstein, Karies und Parodontose kommen genauso vor, wie bei uns Menschen. Da unsere Hunde uns aber nicht mitteilen, wo sie gerade Schmerzen haben, muss vorgesorgt werden. Denn Zahnprobleme können bei unseren Vierbeinern ziemlich gefährlich werden! Was zunächst nach Appetitlosigkeit aussieht, kann auf eine bedenkliche Erkrankung im Mundraum deines Hundes hinweisen.
Zur natürlichen Zahnreinigung empfiehlt sich die gelegentliche Fütterung von harten Knochen, getrockneten Sehnen oder Rinderkopfhaut. Dadurch wird außerdem die Durchblutung des Zahnfleisches gefördert, was die Festigkeit und den Gesundheitszustand des Zahnfleisches stabilisiert.

Um sicherzugehen, dass die Zahnhygiene in Ordnung ist, sollten jährliche Tierarztbesuche zur Routine gehören. Wenn du in der Zwischenzeit selbst etwas zur Gesundheit deines Lieblings beitragen möchtest, kannst du auch durchaus mal zur Hundezahnbürste greifen.

Hundezaehne
Vorsorgliche Gewichtskontrolle

Die Meisten finden es lustig oder niedlich, wenn sie einen kleinen dicken Hund sehen. Dauerhaftes Übergewicht ist für deinen Liebling aber sehr gesundheitsgefährdend! Es schadet dem kleinen Körper auf vielfältige Weise. Beispielsweise wirkt es sich schlecht auf den Bewegungsapparat aus und schadet dabei den Gelenken, Bändern uns Sehnen. Schnell kann daraus eine chronische Erkrankung, wie Arthrose werden. Außerdem steigt das Risiko für Bluthochdruck und Organerkrankungen, sowie diverse Stoffwechselstörungen. Die überschüssigen Kilos wirken sich auch schlecht auf Haut und Fell aus – Hautschwielen und stumpfes Fell sind erste Anzeichen. Nicht nur gesundheitlich ist Übergewicht schädlich, dein Hund leidet unter Einschränkungen von Bewegung und Kondition und ist auch anfälliger für jegliche Infekte.

Was tun, damit es gar nicht erst so weit kommt? – Unverzichtbar: Gesunde Ernährung und Bewegung! Du solltest streng darauf achten, was in dem Futter ist, das du deinem Hund gibst. Gerade versteckte Kohlenhydrate und Zucker verwandeln sich in böse Kalorien. Verzichte auch auf das Füttern vom Esstisch oder Sofa, egal wie lieb und süß dein Kleiner guckt, um einen kleinen Bissen abzubekommen! 😉

Regelmäßiger Gesundheitscheck
Ganz ganz wichtig! – Gehe oft genug mit deinem Hund zum Tierarzt. Bei der jährlich notwendigen Impfung wird der Arzt sich gleich den Gesundheitszustand des Tieres anschauen und Probleme mit Zähnen, Augen, Fell oder Haut können gleich ausgeschlossen werden. Wenn dein Liebling schon etwas älter ist, sollte auch regelmäßig eine Blutuntersuchung durchgeführt werden, um den Zustand der Organe zu überprüfen.

Eine Portion Liebe

Nicht zu vergessen; mit am wichtigsten für deinen Liebling ist natürlich deine Zuneigung! Kein Lebewesen kann darauf verzichten und sicherlich bist auch du glücklich, wenn dein Hund dir seine Liebe zeigt, egal ob er dies tut, indem er dein Gesicht abschleckt oder sich gemütlich zu dir aufs Sofa kuschelt.

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Dein Hund würde alles für dich tun, also gib ihm etwas zurück und sorge dafür, dass er so gesund und glücklich lebt, wie möglich! So manchen Schicksalsschlag kann leider niemand abwenden, dennoch zeigt dir dieser Artikel einige Möglichkeiten, das Leben deines Lieblings positiv zu beeinflussen. Wenn dir der Artikel dabei geholfen hat, lass auch deine Freunde wissen, wie wichtig die Gesundheitsvorsorge für ihre Hunde ist!

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