Hundetest: Welche kleine Hunderasse passt zu mir?

Selina Busse
Autor: Selina Busse

Auch wenn unser kleiner Vierbeiner von so manchem Hundebesitzer nicht ernst genommen wird; es stecken viele Überraschungen und unerwartete Talente in Chihuahua, Mops und Co. Womit die kleinen punkten können und warum sie insbesondere in der Stadt der ideale Begleiter für deinen Alltag sind – lies selbst!

Der Chihuahua – Kleiner Hund mit starkem Charakter

Im Rassenvergleich ist der Chihuahua der kleinste Hund der Welt. Nach Vermutungen ursprünglich aus Mexiko stammend, hat er mittlerweile Liebhaber weltweit.

Der Winzling überzeugt zuallererst natürlich durch seine Größe, vor allem aber auch mit dem willensstarken Charakter. Hat er einmal Vertrauen zu seinem Besitzer gefasst, ist er ihm sein Leben lang ein treuer, aufmerksamer Begleiter. Außerdem ist er mutig, lebhaft und intelligent. Dementsprechend muss auch für genügend geistige und körperliche Auslastung gesorgt werden.

Den Chihuahua gibt es in allen möglichen Farbvarianten. Er wiegt normalerweise zwischen zwei und drei Kilogramm und trägt entweder kurzes oder langes Fell. Die Fellart wirkt sich nicht maßgeblich auf den Charakter aus, jedoch sind langhaarige Hunde meist etwas ruhiger und ausgeglichener, während die Kurzhaarigen aufgeweckter und dominanter sind. Zu verallgemeinern ist dies keinesfalls. Auch bedarf ein Chihuahua keiner besonderen Pflege. Auf regelmäßiges Krallenschneiden und Bürsten, sowie die Kontrolle der Zähne, Ohren und Augen sollte aber, wie bei jedem Hund, geachtet werden.

Die Haltung ist recht unkompliziert. Bei ausreichender Bewegung fühlen sich die Kleinen in einer Stadtwohnung genau so wohl, wie im großen Landhaus. Da Chihuahuas im Kontakt mit anderen Hunden häufig furchtlos oder sogar aufmüpfig sind, sollte vor allem bei der Haltung in einer Großstadt auf die Erziehung wert gelegt werden. Denn dort ist es manchmal nicht ganz einfach einem großen Hund aus dem Weg zu gehen, der für den frechen Chihuahua eine Gefahr darstellen könnte.

Übrigens: Der Chihuahua gehört nicht ausschließlich in deine Handtasche! Wie du siehst ist er gerne in Bewegung und genießt ausgiebige Spaziergänge mit seinem Besitzer.

Chihuahua Langhaar

Der Retro-Mops – Vierbeiner mit vielen Talenten

Dieser kleine Hund hat eine spannende Vergangenheit. Als einstiges Schmuckstück bekannter Persönlichkeiten im 15. Jahrhundert, war die Rasse im 19. Jahrhundert schon wieder fast ausgestorben. Dies kam dem modernen Mops zugute, der von da an aufblühen konnte und bis heute viele Fans hat. Züchter allerdings, sind bestrebt den Körperbau des Retro-Mopses wieder durchzusetzen, um den kleinen Begleithunden eine einwandfreie Gesundheit zu ermöglichen.

Die Rück- (Retro-) Bildung dient der Beseitigung der übertriebenen Rundköpfigkeit und flachen Schnauze, die in heutigen Züchtungen als schön gelten, für die Gesundheit der Tiere aber äußerst bedenklich sind. Der Retro-Mops hingegen kann frei atmen, hat selten Augenprobleme und zudem einen bodenständigen Charakter. Er kommt in den Farben Schwarz, Silber und Hellfalbfarben vor und sollte zwischen 6,3 und 8,1 kg wiegen. Von Stress und Hektik lässt er sich genau so wenig stören, wie von Aggressionen seiner Artgenossen. Die vielfältigen Charakterzüge begeisterten auch den deutschen Humorist Loriot, der folgende Aussage verfasste:

„Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber sinnlos“

So wie fast alle kleinen Hunde ist auch der Mops ein idealer Wohnungshund. Allerdings möchte er von seinem Besitzer ausreichend Auslauf, sowie auch Aufmerksamkeit bekommen. An der richtigen Erziehung sollte stets gearbeitet werden, da die kleinen ihren Besitzern sonst auch gern mal auf der Nase herumtanzen. Trotzdem ist er mit seinem freundlichen Wesen ein geeigneter Anfängerhund und zudem ein toller Begleiter für die ganze Familie.

Retro_Mops

Malteser – Kleine Engel

Die weißen Winzlinge haben es in sich. Sie können brav wie ein Lamm sein, bei lockerer Erziehung aber auch ganz schön frech. Seinem Besitzer sind sie dennoch treu ergeben.

Wie viele der kleinen Begleithunde, musste auch der Malteser in der Vergangenheit an der Seite adeliger Persönlichkeiten glänzen. Sein weiches, seidenes Fell, das dem Hund selbst einen adeligen Charakter verleiht, trug sicherlich dazu bei. Sein Aussehen macht ihn auch heute noch für viele attraktiv, genau so überzeugt er aber nun auch mit seinem Charakter.

Sein herzliches Wesen und seine zärtliche, anhängliche Art machen den Vierbeiner zu einem angenehmen Begleiter für jede Situation. Genauso kann er aber auch mutig und selbstbewusst sein. Er spielt gern und ist auch lernfähig. Deshalb ist es lohnenswert mit ihm eine gute Erziehung zu erarbeiten, da er dazu neigt gegenüber Herrchen bzw. Frauchen auch mal aufmüpfig zu sein.

Er fühlt sich in jedem Zuhause wohl, ist gleichzeitig ein gemütlicher und auch aktiver Hund. Zeit zum Austoben muss dennoch täglich gegeben sein und auch die Pflege darf nicht zu kurz kommen. Das lange weiche Fell sollte jeden Tag gebürstet werden, damit es nicht zerzaust.

Malteser

Zwergspitz – Klein, aber oho

Hier ist Ausdauer gefragt, denn der Malteser ist von Natur aus ein kleiner Kläffer. Er sieht zwar aus wie ein kuscheliger Teddybär, braucht aber erfahrene Hundebesitzer.

Ihr Selbstbewusstsein wird zumeist überhaupt nicht ernst genommen, das „süße“ Bellen verachtet – der Zwergspitz nimmt seine Wachhundarbeit aber ziemlich ernst und lässt Fremde auch nicht gern an sich heran. Gerade deshalb ist eine gute Erziehung unumgänglich. Diese erfordert allerdings ein gewisses Feingefühl und Gespür für den Charakter seines Hundes.

Zwergspitze sind agil und verspielt, schätzen aber auch gemütliche Kuscheleinheiten zuhause. Für Hundesport sind sie weniger geeignet, gehen aber dennoch sehr gern spazieren. Das üppige Fell muss gut gepflegt werden. Leider gelten die kleinen als nicht besonders robust, bei aufmerksamer und liebevoller Pflege, können sie aber prima Alltagsbegleiter sein.

Zwergspitz

Jack Russel Terrier – Kleine Energiebündel

Dieser Hund ist perfekt für dich, wenn du gerne draußen unterwegs bist, sportliche Aktivitäten nicht scheust und im besten Fall auch schon Erfahrung mit Hunden sammeln konntest.

Ab dem 19. Jahrhundert wurde die Rasse in Großbritannien gezüchtet. Ursprünglich als Jagdhund eingesetzt, ist er heute ein toller Begleithund für aktive Hundefans. Diese sollten neben Sportlichkeit natürlich auch ausreichend Zeit mitbringen, da der Jack Russell nicht den ganzen Tag allein in einer kleinen Wohnung bleiben kann. Bei ausreichend Bewegung ist die Wohnungshaltung aber durchaus eine Möglichkeit – für den Terrier wäre ein Garten allerdings eine ideale Auslastung, falls der große Spaziergang einmal nicht möglich ist.

Neben langen Spaziergängen eignen sich für die fitten Hunde auch Sportarten, wie Agility und Hundefrisbee. Natürlich darf auch die geistige Auslastung nicht zu kurz kommen; super dafür ist zum Beispiel Fährtenarbeit. Damit dein Hund überhaupt Interesse hat mitzumachen, sollte von Anfang an streng aber natürlich liebevoll durchgegriffen werden – bei der Erziehung ist Ausdauer und Geduld gefragt, da der Jack Russell für viele Reize offen ist und sich leicht ablenken lässt.

Zwar ist ein Jack Russell Terrier fordernd und kein Anfängerhund, mit ein bisschen Gespür für Hunde, kann aber auch dieser kleine Vierbeiner der perfekte Begleiter für dich werden.

Jack_Russel

Welcher kleine Hund passt zu mir? – Wir hoffen dieser Beitrag gibt dir die Antwort auf diese Frage und du findest schon bald den perfekten Begleiter für deinen Alltag. Wenn sich Freunde oder Bekannte von dir auch einen kleinen Vierbeiner anschaffen möchten, teile ihnen doch den Beitrag, damit sie sich besser entscheiden können!

 

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